Jetzt geht’s los: Jugendliche bauen "ihren" Treffpunkt im Rintheimer Feld
Karlsruhe, 07. Juni 2010.
Mit einem symbolischen Mauerdurchbruch beginnt die VOLKS-WOHNUNG am Mittwoch, dem 09. Juni 2010 um 14.00 Uhr die Umbauarbeiten des ehemaligen Polizeipostens am Staudenplatz (Heilbronner Straße 28 e). Mit von der Partie sind Baubürgermeister Michael Obert und die zukünftigen Nutzer der Räumlichkeiten: Jugend-liche aus dem Rintheimer Feld. „Wir haben die jungen Leute von Anfang an in die Planung des Jugendtreffs einbezogen, jetzt unterstützen sie auch den Umbau tatkräftig“, erklärt VOLKSWOHNUNGS-Geschäftsführer Reiner Kuklinski das Besondere an diesem Projekt.
Um ihr Wohngebiet Rintheimer Feld in allen Bereichen fit für die Zukunft zu machen, hat die VOLKSWOHNUNG ein Quartierskonzept entwickelt. Neben der energetischen Sanie-rung der Gebäude umfasst es auch Themen wie das Einrichten von Begegnungsstätten und die Einbindung von Jugendlichen in soziale Belange des Quartiers. Der Jugendtreff, der im September 2010 fertig gestellt werden soll, dient nicht nur als Aufenthaltsraum: Er soll auch eine Anlaufstelle sein, die junge Menschen bei der Berufsfindung und Bewerbung unterstützt.
Ideen und Vorstellungen, die etwa 20 Teenager aus dem Rintheimer Feld 2009 im Rahmen des Förderprogramms „STÄRKEN VOR ORT“ entwickelt haben, waren Grundlage für den Architektenentwurf der VOLKSWOHNUNG. Im Folgeprojekt „Zukunft gestalten“ werden die Jugendlichen je nach Interesse und Fähigkeiten maßgeblich am Umbau beteiligt. Um das zu ermöglichen, hat die VOLKSWOHNUNG bewusst Handwerksbetriebe ausgesucht, die diesen Leitgedanken mittragen. Ende April konnten sich die 12- bis 19-Jährigen bei einem Treffen im Gemeinschaftsraum der VOLKSWOHNUNG im Rintheimer Feld einen
Überblick über die einzelnen Gewerke verschaffen und sich für Abbruch-, Elektro-, Sanitär- oder Malerarbeiten bzw. das Verlegen von Fliesen und Böden verbindlich anmelden. Dieser Form der Zusammenarbeit stehen die Vertreter der Handwerksbetriebe sehr aufgeschlossen gegenüber. Und im Idealfall wird aus der Mitarbeit am Umbau ein Ausbildungsplatz für die Jugendlichen.
Das Projekt bietet insbesondere Schulabgängern ohne Abschluss eine Möglichkeit, ins Be-rufsleben einzusteigen. Es wird begleitet von der Kompetenzagentur, dem Stadtjugendaus-schuss mit der Fachstelle für Berufsorientierung „beo – das Netzwerk für deine Zukunft“ und dem Jugendhaus Oststadt. Die Gesamtprojektleitung hat Jürgen Schubert, Sozialma-nager der VOLKSWOHNUNG. „Durch die Teilnahme am Projekt fühlen sich die Jugendli-chen wertgeschätzt und sind viel zugänglicher. Das wirkt sich positiv auf das Wohnumfeld aus“, berichtet er. Denn im Rintheimer Feld, wo Jugendliche oft als störend wahrgenom-men worden sind, seien Beschwerden über sie fast auf Null zurückgegangen.