Bestandserweiterung mit Bedacht - Ankauf von städtischen Wohn- und Geschäftsimmobilien im „Dörfle“
Karlsruhe, 19. Februar 2010.
268 Mietwohnungen, 30 Gewerbeeinheiten und vier Garagen – insgesamt 32 Objekte – hat die VOLKSWOHNUNG zum 1. Januar 2010 von der Stadt Karlsruhe erworben. Die Wohn- und Gewerbeimmobilien sind sozusagen „alte Bekannte“, denn über zehn Jahre lang war die VOLKSWOHNUNG mit der Verwaltung der städtischen Immobilien im „Dörfle“ beauftragt gewesen. Durch den Kauf erhöhte sich der Bestand der VOLKSWOHNUNG zum Jahresbeginn auf 12.745 Mietwohnungen, 226 Gewerberäume und 1.023 Garagen.
„Nicht alle Objekte werden von der Stadt für das weitere Kerngeschäft benötigt, weshalb es sinnvoll war, diese 32 dem bewährten Management der VOLKSWOHNUNG zu überlassen“, informiert Baubürgermeister Michael Obert. Mit dem vom Gemeinderat im Dezember 2009 genehmigten Verkauf verbindet sich letztlich auch ein Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts.
Der heutige Stadtteil „Dörfle“ wurde zu Zeiten seines Entstehens ab etwa 1725 als Klein-Karlsruhe bezeichnet: eine Siedlung von Bauarbeitern und Handwerkern, die am Bau des Schlosses beteiligt waren. Sie konnten sich keine Bleibe im „offiziellen“ Bürger-Karlsruhe leisten und so entstand dieser Stadtteil vor den Toren Karlsruhes. Mit der so genannten „Altstadtsanierung“ der 1960er und 1970er Jahre wurde das Dörfle in seine heutige Gestalt gebracht; ein Großteil der alten Bausubstanz wurde dabei zerstört. Der westliche Teil des Dörfles wurde im Rahmen dieser Flächensanierung – einer der letzten großen Flächensanierungen in Deutschland – umgebaut. Hauptsächlich das Quartier zwischen Adlerstraße, Kaiserstraße und Kapellenstraße ist damals grundlegend umgestaltet, die Fritz-Erler-Straße neu geschaffen worden. 1968 begann man, das Konzept der Flächensanierung aus kulturhistorischer, sozialer und städtebaulicher Sicht zunehmend kritischer zu diskutieren, weshalb einige der ursprünglichen Häuser erhalten sind und bis heute den Charme der Altstadt ausmachen.
„Bei uns sind die Mieter der Wohn- und Gewerbeimmobilien im ‚Dörfle’ in guten Händen“, erklären die VOLKSWOHNUNGS-Geschäftsführer Reiner Kuklinski und Dr. Thomas Hain. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Bestandsmanagement wolle sich das Unternehmen ebenso für die Pflege und Instandhaltung der Gebäude einsetzen wie für bezahlbare Mieten. „Als Eigentümer fühlen wir uns den Mietern noch mehr verpflichtet als bisher“, ergänzt Kuklinski.