Volkswohnung

Quartiersentwicklung Rintheimer Feld – Konzept und Forschungsprojekt

Im Wohngebiet Rintheimer Feld besitzt die VOLKSWOHNUNG rund 1.000 Wohneinheiten in über 30 Mehrfamilienhäusern, die zwischen 1954 und 1974 errichtet wurden. Das Wohngebiet in allen Bereichen fit für die Zukunft zu machen, ist das Ziel der VOLKSWOHNUNG mit ihrem Quartierskonzept Rintheimer Feld. Dieses Konzept wurde am 15. Juli 2009 von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee prämiert. Die VOLKSWOHNUNG erhielt einen mit 100.000 Euro dotierten, ersten Preis im Wettbewerb „Sanierung von Großwohnsiedlungen“.

„Integrales Quartierskonzept“

Neben dem Energiekonzept entwickelt die VOLKSWOHNUNG ein Gesamtkonzept, mit dem die Anziehungskraft des günstig gelegenen Quartiers für die Bewohner und damit die Perspektive der Liegenschaften bezüglich Leerstand und Mietpreis langfristig gesichert werden soll. Das Konzept verknüpft die Betrachtung von Einzelgebäuden (Bestand und Neubau) mit städtebaulichen Aspekten des Quartiers insgesamt. Aufgabe ist es, das Angebot an Wohnraum und Infrastruktur im Rintheimer Feld nachhaltig zu entwickeln und attraktiv zu gestalten. Das Gesamtkonzept, in das auch die Ergebnisse einer repräsentativen Mieterbefragung einflossen, findet sich in einem Zehn-Punkte-Programm wieder, an dessen Umsetzung gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort gearbeitet wird.

Zehn-Punkte-Programm der VOLKSWOHNUNG

Das Zehn-Punkte-Programm umfasst neben der rein energetischen Modernisierung auch die farbenfrohe und moderne Gestaltung der Fassaden, die Aufwertung der Ladenzeile am Staudenplatz und die zielgruppenorientierte Gliederung der Grünanlagen. Die VOLKSWOHNUNG möchte Senioren ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem Zuhause zu bleiben. Dazu werden u. a. barrierearme Zugänge geschaffen, Aufzüge angebaut, Grundrisse und Bäder angepasst und eine Kooperation mit der Karl Friedrich-, Leopold- und Sophien-Stiftung in punkto Dienstleistungen angestrebt. Hauptgrund für einen Wegzug aus dem Quartier sind die zu kleinen Wohnungen für Familien mit Kindern. Möglichkeiten, diese Familien im Quartier zu halten, können größere (Wohnungszusammenlegungen) oder anders geschnittene Wohnungen (Grundrissänderungen) sein. Im Hinblick auf den bevorstehenden Generationswechsel wird die VOLKSWOHNUNG Begegnungsstätten einrichten und gemeinsame Aktivitäten der Bewohner fördern, um Spannungen – seien sie kultureller oder sonstiger Natur – vorzubeugen. Jugendliche brauchen einen Platz für sich. Das kann ein Aufenthaltsraum oder ein Teil der Grünanlagen sein. Wichtig erscheint der VOLKSWOHNUNG eine Einbindung von Jugendlichen in soziale Belange im Quartier, zum Beispiel in die Betreuung von Senioren, Schülern oder Kleinkindern oder in den Erhalt und die Pflege der Anlagen.

Mieterservice-Büro Rintheimer Feld

Auf Basis des Zehn-Punkte-Programms misst die VOLKSWOHNUNG dem Servicegedanken und größerer Kundennähe künftig noch mehr Bedeutung bei. Im Quartier vor Ort zu sein hat viele Vorteile: Mieter haben kürzere Wege, weil ihre Ansprechpartner für alle Belange in unmittelbarer Nähe zu erreichen sind. Die Mitarbeiter der VOLKSWOHNUNG erfahren durch ihre Nähe zum Kunden und zum Wohngebiet eher, was vor Ort passiert und wo schnelle Abhilfe vonnöten sein kann. Sie bauen einen engeren Kontakt zu ihren Kunden auf. Das schafft Vertrauen, die wichtigste Basis für eine langfristige Kundenbindung.  Mit der Eröffnung ihres ersten Mieterservice-Bürosgeht die VOLKSWOHNUNG einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Direkt am Staudenplatz, in der Heilbronner Straße 28 c, werden die Mieter montags von 9:00 – 13:00 Uhr und mittwochs von 13:00 – 17:30 Uhr Ansprechpartner für ihre Fragen finden.

Stadtteilentwicklung Rintheim

Parallel zum Quartierskonzept der VOLKSWOHNUNG laufen Bemühungen seitens der Stadt Karlsruhe, mit Rintheim – Alt-Rintheim und Rintheimer Feld – aufgenommen zu werden in das Bund-Länder-Programm „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die soziale Stadt“. Angebote für Jugendliche schaffen, Begegnungsstätten einrichten und betreiben – diese wichtigen Bestandteile des Zehn-Punkte-Programms der VOLKSWOHNUNG liegen auch der Stadt Karlsruhe am Herzen. Dies wurde deutlich auf der 1. Stadtteilkonferenz im April 2009, bei der Bürgermeister Wolfram Jäger Bürgerinnen und Bürger aus Alt-Rintheim und dem Rintheimer Feld zur Mitarbeit aufforderte, weil sie „ihren“ Stadtteil am besten kennen. Es war die Auftaktveranstaltung zu einem gut zwei Jahre dauernden Entwicklungsprozess.

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