Volkswohnung

„Ein Ort zum Chillen, Spaß haben und Musik hören“: 21 Jugendliche gestalten sich einen Raum im Rintheimer Feld

Karlsruhe, 16. Dezember 2009.

Sie werden oft als Störfaktor von Anwohnern wahrgenommen, nicht selten wird ihnen Herumlungern nachgesagt: Jugendliche treffen sich fast ausnahmslos auf der Straße oder auf öffentlichen Plätzen, und dort gibt es wenig Möglichkeiten, sich sinnvoll zu beschäftigen. „Was wir uns wünschen, ist ein gemütlicher Ort zum Chillen, Spaß haben, Musik hören und Spiele spielen“, so Jochen Fies (16), Christian Hoffmann (17) und Dwayne Williams (17), die gestern in der Zentrale der VOLKSWOHNUNG vorstellten, was ihre bzw. die Bedürfnisse 18 weiterer junger Menschen im Alter von 13 bis 21 Jahren sind. Dass ihre Wünsche wahr werden, daran arbeiten die Jugendlichen im Rintheimer Feld engagiert – mit Hilfe der VOLKSWOHNUNG.

Das Wohnungsunternehmen hat die Räumlichkeiten des ehemaligen Polizeipostens am Staudenplatz – in unmittelbarer Nachbarschaft zum jüngst eingeweihten Mieterservice-Büro – erworben und wird sie 2010 zu einem Jugendtreff umbauen. Dass die künftigen Nutzer von Anfang an in die Planung einbezogen sind, ist besonders erfreulich. „Jugend gestaltet sich einen Raum“ heißt das Projekt der Stadtteilentwicklung Rintheim im Rahmen des Förderprogrammes „STÄRKEN VOR ORT“. Der Anstoß dazu kam von der VOLKSWOHNUNG, nachdem eine Mieterzufriedenheitsstudie gezeigt hatte, dass sich Anwohnerbeschwerden häufig auf das Verhalten Jugendlicher bezogen. „Uns ist wichtig, in Zusammenhang mit dem Quartierskonzept Rintheimer Feld auch die Bedürfnisse von jüngeren Menschen wahrzunehmen“, begründete VOLKSWOHNUNGS-Geschäftsführer Reiner Kuklinski die Initiative in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus Oststadt.

Dass Jugendliche ins Quartiersmanagement einbezogen und ernst genommen werden, fand großen Anklang bei allen Partnern und Institutionen, die sich im Rintheimer Feld für bessere Lebens- und Aufenthaltsqualität einsetzen. „Ich hoffe sehr, dass die Jugendlichen dranbleiben und allerseits der Wille da ist bzw. die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, das Angefangene fortzuführen“, sagte Henrike Litzler vom Bürgerverein Rintheim. Der neue Jugendtreff soll auch als Anlaufstelle dienen, wo junge Menschen Unterstützung bei der Berufsfindung und Bewerbung erhalten können. „Eines der Projektziele ist es, einen Raum zu schaffen, der von allen akzeptiert wird, um Konflikte im Stadtteil zu verringern. Aber genauso entscheidend für die Zukunft der Bewohner und des Quartiers Rintheimer Feld ist es, die berufliche Qualifizierung der Jugendlichen zu fördern, damit ihre Chancen in der Arbeitswelt steigen“, erklärte Jürgen Schubert, Sozialmanager der VOLKSWOHNUNG.

Drucken